19. June 2024

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15.07.2004

Krisen, Krach und Kapriolen

Blau-gelbe Koalition liefert sich die ersten Scharmützel

von Lasse Bleikömmen

Hainichen, PFKanien · Es läuft noch nicht rund: Während Altmeister Eugenius Messew nicht ohne ein Augenzwinkern von der "Politik der ruhigen Hand" spricht, sprüht PFP-Chefin und Neu-Koalitionärin Inga van Mauritz nur so vor Energie. Professor Jupp, von manchem als blaue "Altlast" kritisch beäugt, bremst die Dame derweil aus, wo und wie er kann. Nach Informationen der Blauen Zeit liefern sich die Chefs der beiden Koalitionsparteien ein Scharmützel nach dem anderen, während Kanzler Berninger noch an den letzten Feinheiten der Regierungserklärung feilt.

Enzündet hat sich der teils auf offener Bühne ausgetragene Streit zwischen blau und gelb, zumindest ihren beiden Hauptakteuren, am forschen Wesen von van Mauritz: Mit einer langen "To-do-list", zwischen den Parteien noch nicht abgesprochenen Gesetzesänderungswünschen und diversen vom KfZ-Vorsitzenden als "Schnellschüssen" empfundenen "Empfehlungen" wirbelt die "Fortschrittliche" derzeit Kabinett und Parlament durcheinander. Kanzler Berninger und auch Parlamentspräsident Sir Waddington mussten schon beherzt eingreifen, um die streitbaren Antipoden zu versöhnen.

Während Professor Jupp derzeit einen längst überfälligen Parteitag einberufen will, ist van Mauritz nach dem Scheitern ihres Verfassungsentwurfs für Rodanien und kabinettsinternen Zuständigkeitsrangeleien, so heißt es, erst einmal auf Reisen. Am Wochenende wollen beide Parteispitzen in Bad Zwieblingen zusammentreffen, um mit hoffentlich abgekühlten Gemütern den blau-gelben Faden weiter zu stricken.

Der sieht nach Jupps Ansicht vor allem eine Ankurbelung der Wirtschaft vor. "Mehr Unternehmen sollen ins Land," sagte er der Blauen Zeit. "Wir wollten WiSim, wir müssen mehr WiSim wagen."

Nun ist in PFKanien immer und vor allem alles möglich, und auch aus den größten Streithähnen wurden schon die engsten Weggefährten. So bleibt zu hoffen, dass eine kühle Brise am Wochenende über Bad Zwieblingen weht, um auf beiden Seiten der Stimmung die Hitzigkeit zu nehmen. Das Land jedenfalls hätte es verdient.

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